La Recoleta


Den Friedhof Recoleta muß man natürlich besuchen, wenn man schon mal hier ist. Weit weg von unserer Behausung ist er nicht, die Entscheidung fällt zu Gunsten des Fußweges. Zu Fuß sieht man mehr. Leider gibt es keinen blauen Himmel. Es hat einen durchgängig grauen Himmel, aus dem am Vormittag immer mal wieder leichter Nieselregen fällt. Wir sind zeitig da, erst einige Zeit später füllt sich der Friedhof mit Besuchern und Besuchsgruppen. Abseits der Hauptwege finden sich alte Gemäuer und verfallene Mausoleen.

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Der Nachmittag ist dem Zoll vorbehalten. Auch wenn die Senora heute das Haar offen trägt und sichlich erfreut lächelt als sie uns wahr nimmt, eine bessere Nachricht hat sie noch nicht. Ihr fehlt ein Y für Yes im Computersystem. Noch immer wird ihr ein N für No angezeigt. Für uns telefoniert sie trotzdem noch ein wenig hin und her aber mehr als dass sie heraus bekommt, das unser Kahn angekommen ist, kann sie heute nicht machen. Das Schiff hat gestern um achtzehn Uhr angelegt. Da kann natürlich noch nicht alles im System sein. Auf ein neues morgen.





Buenos...Aires


Obwohl mit Verspätung in Frankfurt gestartet, landet der Flieger in Buenos Aires überpünktlich. Der Käptn trat das Gaspedal ordentlich durch. Trotz Einpferchung wie die Sardinen in der Büchse - wer sich die Platzmaße eines solchen Sitzplatzes ausgedacht hat, gehört eine aufs Maul und die restliche Zeit seines Lebens darin verbracht - habe ich den Großteil, wenn auch unruhig, verpennt. Vermutlich hat der Wein geholfen den ich mir vom Gaston de Juice reichen ließ. Lustig auch wenn alle ihr Futter aus der Plastikverpackung rauspellen und versuchen in der Enge die Gabel mit den Leckerbissen zum Munde zu führen. Da kann es schon mal passieren, das selbige durch Nachbars Ellenogen an der Futterluke vorbeifährt und diese ins leere schnappt. Herunter gefallene Utensilien kann man gleich liegen lassen. Solche Verrenkungen schaffen nur chinesische Gummimenschenpassagiere. Über Buenos Aires dreht der Zeppelin ein paar scharfe Kurven und ich überlege kurz ob mir jetzt schlecht wird aber dann landet der Aeroplan sanft im Zielgebiet.

Nachdem der erste Tag noch etwas benebelt, im Trance und dem Versuch sich zurecht zu finden, verbracht wurde, sollte heute die erste wichtige Hürde genommen werden. Auf zum Zoll und dort alles klar gemacht. Das Klarmachen läuft dann doch etwas anders als gedacht. Mit Hilfe von zwei (natürlich hübschen) Argentinierinnen kann dann auch mit übrigen Anwesenden geklärt werden, dass wir die Numero siete haben - Nummer sieben. Sowas wie Nummern ziehen gibts schon, nur ist das Behältnis leer. Als nächstes macht uns die resolute Dame klar, dass wir noch soundsoviele Kopien von diesem und jenem brauchen. Nachdem mir die Zollsenora in spanisch und englisch erklärt wo ein Fotokopierer steht mache ich ich frohen Mutes auf den Weg und kann den Kopierer trotz Hilfe einer Wachpostin, eines Fahrers und Beifahrers, sowie dem Reinigungspersonals eines Cafes absolut nicht finden. Die Wachpostin ist inzwischen beim Zoll aufgetaucht und erzählt, dass da einer herumrennt und einen Kopierer sucht. Das Reinigungspersonal hilft mir den Rückweg zu finden.

Allerdings bin ich noch nicht entlassen. Jetzt denken sich alle einen noch perfideren Plan aus, wo die Kopiermaschine stehen könnte. Diesmal wird mir ein anderer Weg beschrieben. Ein großes Haus an der Ecke solls sein. Das einzige große Haus was ich nach dem heldenhafte Überqueren der Straßenkreuzung entdecke, ist der Justiz-Palast. Eine steile Treppe führt in den dunklen Eingang. Geschäftiges Treiben überall. In der lichtgedämpften Halle entdecke ich sowas wie ein Empfangsportal. Fotocopia? Si. Si. Im ersten Stock wird mir bedeutet. Tatsächlich finde ich in den verschlungenen Amtsgängen von Justizia eine Stube wo fleissig Fotokopiert wird und nachdem ich in kürzester Zeit den Verfahrensweg kapiert habe, komme ich an die benötigten Kopien.

Nach fast sechs Stunden warten sind wir dann auch mit der Nummer Sieben dran. Die Senora nimmt die Daten auf, entschuldigt sich jetzt auch vielmals, es ist ja auch soviel zu tun, fast zehn Kunden heute, die vielen Buchstaben die man da in den Monitor klopfen muß, allerdings gibts da noch ein Problem. Das Schiff läuft zwar heute ein, ist aber in diesem Moment noch nicht registriert. Morgen noch mal. Mir schwant was spanisches, aber sie sagt zum Glück, gleich klopfen - tock, tock, tock - dann kommen wir gleich dran.

Nachdem das geklärt ist, gibts zur Belohnung noch einen Rundgang am neuen Hafen am Präsidentenpalast. Im Fridays wird ein Ultima Burger mit Quilmas Tirada geordert, der aber dann doch ein wenig zu viel ist. Auch mit viel Hunger isst man nicht mehr wie sonst auch. Nachdem dritten Quilmas ist es dunkel und wir begeben uns durch das abendliche Großstadtgewühl zu unserer Absteige, nicht ohne zu Bemerken, das Cristina wohl auf Pink steht.



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Südamerika Verladung


Artikelbild Wie gut war doch die Entscheidung, die Reifen nicht hier, sondern in Nürnberg zu wechseln! So kann nach einem Frühstück in aller Ruhe und ohne Streß gepackt und die Fahrt zum Hafen gestartet werden. Nach kurzen Momenten der Orientierungslosigkeit ist auch der Ellerholzdamm gefunden, wo die uns zugewiesene Spedition der Hamburg Süd Group ihren Sitz hat. Mitten im Hafen und weiteren Speditionen; rundherum stapeln sich große Schiffscontainer, und ja, Lagerhallen müssen so aussehen.

Nachdem jemand gefunden wurde, der mit unseren Papieren was anfangen konnte, erfolgt die Abwicklung geruhsam und mit norddeutscher Ruhe. Weiter gehts zum Stapelgabelscheff. Was hast Du, fragt der Scheff. Das sind die Beikeers, sagt sein Kumpel. Und alle packen das Zweitfrühstück aus. Fast hätte ich Brösel zu ihm gesagt. Geht gleich lous, sagt der Scheff. Noch was essen. Jo. Macht mal. Dann dürfen die Moppeds in der Lagerhalle abgestellt werden.

Stiefel, Motorradhose, Campingkram, die Koffer sind voll. Die Reifen obenauf. Umziehen können wir uns auch. Wir können bleiben so lange wir wollen. Nachdem bekannt wird das Siggi in Rente ist, gibts noch nette Gespräche über selbigen. Muss wohl ein Hamburger Lagerarbeiteroriginal gewesen sein.

Der Rückweg erfolgt zu Fuß durch den alten Elbtunnel. Zum Glück ist es bedeckt und nicht ganz so warm. Vom Rucksack am Rücken durchgeschwitzt bin ich trotzdem. Noch ein Fischbrötchen und ein Bier an den Landungsbrücken, dann ab zum Bahnhof und in den Zug nach Hause.



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Letztes bekanntes Bild von der GS in Europa. Wiedersehen in Buenos Aires.

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Hamburger Wochenende


Artikelbild In zwei Etappen, insgesamt 760 Kilometer, erstreckte sich die Anreise nach Hamburg zur Motorradverladung. Das Wetter blieb trocken aber letztendlich viel zu warm. Auf neuen TKCs fährt es sich in Kurven wie auf Eiern. Zur Schonung der Reifen blieb auch die Geschwindigkeit im moderaten Bereich. Das ermöglicht Reichweiten von über 400 Kilometern, was einem Verbrauch von fünf Litern entspricht. Andererseits steigt damit die investierte Fahrzeit und bei der gegen Ende der Strecke erreichten Elbuferstraße will gar kein echter Genuss aufkommen. Man will endlich ankommen. Und das die Elbuferstraße sogar eine Spitzkehre hat wird gar nicht mehr voll wahr genommen. Der TKC vermurkst sowieso die Linie.

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Der Einflug in Hamburg gestaltet sich mit Navigation ohne Schwierigkeiten. Der Verkehr brummt und die Sonne brütet. Das nun ausgerechnet an diesem Wochenende mehrere große Veranstaltungen statt finden, unter anderem der CSD, konnte ja keiner ahnen. Für den Abend gehts noch mal in die Stadt. An der Binnenalster hämmern die Beats und wummern die Bässe und es steppt der Bär. Lustig und bunt, wie CSDs so sind. Am Partyturm geht die Luzie ab. Man versteht zwar nichts mehr, kann sich aber gruuvend bewegen. Ein paar Biers feuchten die ausgedörrte Kehle an. Nach Genug der Ohrendröhnung bleibt man ausgerechnet im HB München in Hamburg hängen. Weil die Hamburger da ganz gern hingehen, sagt der anwesende Hamburger und beobachtet bei einigen Hellen vom Fass das Volk auf der Straße. Selbst weit nach Mitternacht brummt der Verkehr ohne Unterlass.

Die Nacht im Hotel ist etwas kurz. Das wirklich gute Frühstück entschädigt etwas. Trotzdem ist auf dem Weg zum Treffpunkt ein gewisses Grundrauschen zu bemerken. Der überall herumliegende Müll zeugt von der Party der Nacht. Die Kassiererin am Kartenschalter verkauft uns eine Karte für eine Fleetfahrt. Auf die Frage ob man eine Hamburgkarte hätte sollte man mit einem eindeutigen Ja antworten. Sie wiederholt sonst ihre Frage solange, bis auch der letzte mit Grundrauschen geschädigte kapiert, dass man hier mit Ja antworten muß. Ich bin trotz Hintergrundrauschens helle und sage eindeutig und bestimmt Ja und habe meine Karte sofort in der Hand. Für immerhin fünf Eus weniger.

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Der Kahn füllt sich und schippert los. Käptn Blaubär macht den witzigen Alleinunterhalter, manches sogar recht lustig, aber auch ganz interessante geschichtliche Informationen. Natürlich muss man ein feines Gespür haben was davon ernst gemeint ist und was nicht. Wer mag kann auch ein Konterbier trinken. Die Fahrt geht durch Hamburgs Fleeten bis in die Elbe. Dort brummt dann auch der Schiffsverkehr. Schaufelraddampfer, Shipshuttleservice - früher Fähre genannt - und Dampfbarkassen kreuzen in Luv und in Lee und zwei sonnenbebrillte Muskelheinis im Speedboot wissen nicht, das Berufschiffahrt Vorfahrt hat. Zu allem Überfluss wird noch die Deutschland entdeckt auf der sich ein Tellerwäscher zum Kapitän hoch gearbeitet hat. Käptn Blaubär hat viel zu erzählen.

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Die Sonne hat leider kein Erbarmen und arbeitet auf hochtouren. Nach der Fleetfahrt gibts ein Fischbrötchen an den Landungsbrücken. Das Gedränge ist riesig, ein Boot nach dem anderen legt zur Rundfahrt ab. Am Fahrstuhl zum alten Elbtunnel ist Anstehen angesagt. Die Kühle unten täuscht. Es dauert nicht lange, dann schwitzt man auch da. Ein Rundgang aufm Dom solls noch sein, ohne zu wissen was Dom in Hamburg bedeutet. Mit einer historischen Kirche hat das jedenfalls nichts zu tun. Mit Sauf und Fressfest schon eher. Der typische Dom-Besucher ist schnell ausgemacht. Meine Fresse. Was manche für eine Wampe vor sich herschieben. Und genau die haben auch irgendein fettglänzendes Schnellfuttergericht in der Pranke und mampfen was das Zeug hergibt. Der Appetit vergeht, der Durst steigt. Ein Alsterwasser aus Sprite und Holsten bringt Erfrischung. An diesem Tag sind wir ordentlich gelatscht. Viel mehr ist nicht möglich. Es war zu voll. Es war zu warm. Es war gut.






Fieberkurven


Artikelbild Noch gezeichnet vom Schland-Fieber begebe ich mich auf die Mission Abschliessende Vorbereitungen des Fahrzeugs für die Südamerikaexpedition. Zur Beruhigung der Fieberkurve begebe ich mich auf kleine Straßen, auf denen sowieso nicht viel los ist. Aber auch die Abschnittsweise befahrenen B und A-Bahnen sind nicht übermässig frequentiert. Nur T-Shirt unterm Textil, luftige Crosshandschuhe an den Fingern und die Haix an den Hufen - es ist wam genug. Zum Ende der Woche sind schon wieder Temperaturen über dreissig Grad in Aussicht gestellt. Bei so warmen Temperaturen machen sich die Haix ganz gut. Auf jeden Fall ist es da unten wesentlich luftiger. Eventuell könnte man den Beinschutz durch Protektoren aus dem Endurobereich erweitern.

Nach zwei oder drei kurzen Schauern, die nicht mal meine mittlerweile völlig fertige Textilienjacke durchdringen können, komme ich am Missionsziel an. Morgen werde ich noch mal den Anlasser und die Kupplung einer Prüfung unterziehen. Ebenso Bremsbeläge und Bremsscheiben, sowie die Verstärkung der Kofferhalterungen und irgendwie will ich noch einen Zusatzkanister unterbringen. Dann sind die Vorbereitungen am Mopped abgeschlossen. Dann fiebern wir dem Start entgegen...

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Gesamtstrecke: 299 Km, Durchschnitt: 70 km/h
Sprit: Super 1,56
Kilometerstand: 172.442




Rücktour drei Tage später bei knapp dreissig Grad. Das häuft sich in den letzten Jahren. Die Hälfte der Strecke auf Kleinststraßen, die andere Hälfte Autobahn. Auf den Kleinststraßen ist nichts, auf den Autobahnen wenig los.

Gesamtstrecke: 308 Km, Durchschnitt: 68 km/h
Sprit: Super 1,56
Kilometerstand: 172.758







Dé­jà-vu


Artikelbild Die Rückfahrt von LE gestaltete sich als Dé­jà-vu-Erlebnis.[1]
Das heisse Pfingstwochenende sollte sich heute noch mal steigern. Start um 10:00 Uhr bei 24 Grad. Einrollen in FUe vier Stunden später bei 34 Grad. Die B2 war frei und schnell zu fahren. Der Fahrtwind linderte die trotz offener Belüftung herrschenden Backofentemperaturen unter dem Textil.

Was mir auffällt: Meine Unterwegsknipse produziert zunehmend unscharfe Bilder. Das habe ich letztens schon beim FBi und anderen Gelegenheiten bemerkt. Als Standardeinstellung für unterwegs habe ich immer das Sportprogramm aktiv. Bei diesem Licht sollten alle Bilder so wie beim Artikel Heisslufttouring sein. Aber vielleicht täusch ich mich...

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Gesamtstrecke: 288 Km, Durchschnitt: 66 km/h
Sprit: Super 1,60
Kilometerstand: 172.185


[1] Heisslufttouring LE FUe [↑]